Freitag, 30. September 2016

Von Hermanus nach Kapstadt


Südafrika/ Tag 15 (Mo.) - 5.9.2016


Ja, wir waren schon ziemlich wehmütig bei dem Gedanken, dass dieser wunderbartolle Urlaub gleich vorbei sein wird.
Hermanus verabschiedete sich von uns mit Regen, Sonne und Regenbogen. 

Auf dem Weg nach Kapstadt sahen wir links das Meer, rechts die Berge und ab und zu tauchen die ersten Weinfelder auf. Die Pflanzen sind aber noch nicht grün, sondern mickrig. Ist ja Winter. Östlich von Kapstadt befindet sich eine berühmte Weinregion. Man kann dort überall bei den Winzern einkehren, essen und natürlich trinken. Weil wir nichts vertragen, fuhren wir weiter.
In Südafrika haben die Straßen oftmals einen breiten Seitenstreifen, der durch eine gelbe durchgängige Linie markiert ist. Darauf weicht man aus, wenn jemand überholen will. Praktische Sache, geht auch bei Gegenverkehr und klappt im Prinzip überall gut, nur auf dieser Strecke nicht. Keiner machte uns Platz und JC regte sich zum ersten Mal im Urlaub beim Autofahren auf. Dann begann es auch noch in Strömen zu regnen und auf den eigentlich schönsten Kilometern über die Berge sahen wir nur Nebel.
Als wir Kapstadt und unser  Hotel namens Ocean View House erreichten, hatte der Regen glücklicher Weise etwas nachgelassen.

Das Guesthouse befindet sich, die Bergkette der 12 Apostel im Rücken und das Meer von vorn, im Stadtteil Bakoven (Camps Bay). Nach einer kurzen Auffahrt und einem kurzen Check an der Gegensprechanlage, öffnete sich für uns das schwere Gittertor der Hotelanlage.
Dahinter befanden wir uns in einem wunderschön angelegten Garten mit Kakteen, Steingärten und Bäumen. Der Ausblick auf das Meer und die Berge war phänomenal. 

Ein Steg über den Koi-Teich führte uns zur Rezeption. Da es noch ein bisschen regnete, eilte uns  eine freundliche Mitarbeiterin mit Schirm entgegen. Alles wirkte edel und vornehm. Wir betraten die Rezeption und da war sie wieder, die südafrikanische Lässigkeit. In Deutschland würde man jetzt in dieser Kategorie uniformierte Hotelangestellte erwarten, die dich kurz abschätzen, um mit gewohnt aufgesetzter Freundlichkeit ihr Tagwerk fortzusetzen. Hier aber wurden wir empfangen, als hätte man nur auf uns gewartet. Ein freundlicher Mitarbeiter erklärte uns, dass das Zimmer noch nicht fertig sei, wir aber schon mal Kapstadt erkunden könnten und wenn wir zurück kämen, alles auf dem Zimmer stehen würde. Das Gepäck wurde kurz aus dem Auto geholt, Landkarten übergeben, alle wichtigen POI's darauf vermerkt und schon waren wir wieder unterwegs. 

Pünktlich, als wir mit dem Auto Richtung Kap-Halbinsel aufbrachen, hörte der Regen auf, die Wolken verzogen sich und nach und nach kam die Sonne hervor.
Hin (und später auch zurück) fuhren wir über den Chapmanspeak Drive, der als eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt gilt und 1922 eröffnet wurde. 



In Simon's Town, einem kleinen Ort mit hübschen historischen Häusern (und Südafrikas wichtigster Marine- Stützpunkt) machten wir Rast bei Kaffee und Karottenkuchen (lt. JC so lecker, dass er niemals wieder den deutschen trockenen Möhrenkuchen zu sich nehmen wird) und Apfel-Crumble mit Sahne für mich und danach besuchten wir Südafrikas Pinguinkolonie. 





Auf Stegen kommt man ganz dich an die Tiere heran. Etliche von den possierlichen Tieren waren gerade in der Mauser. Die sahen sehr dick aus, weil sie sich vor der Mauser immer Fett anfressen müssen, da ihre Federn in dem Zustand der Mauser eine Weile nicht wasserdicht sind und sie darum beim Fischefangen untergehen würden. Ein böser Pinguin nutzte die Hilflosigkeit seiner mausernden Mitbewohnerinnen und näherte sich ihnen ziemlich aggressiv mit unanständigen Annäherungsversuchen. Wir beobachteten sie ziemlich lange, bevor wir zum Kap der Guten Hoffnung aufbrachen.


Davon berichte ich euch morgen.
Bis bald...
Tatjana

Übrigens, i
ch schreibe auch auf: https://www.facebook.com/rucksackfrei/