Dienstag, 20. September 2016

Tsitsikamma - Wälder, Strände und Lianen


Südafrika/ Tag 9 (Die.) - 30.8.2016

Der Besuch des Frühstückrestaurants in unserem Tstitsikamma Village-Restaurant war wieder ein vermeidbares Erlebnis.
Das Verhältnis von Gast zu Personal war 4 zu 4., aber das merkten wir nicht, denn unser Guten Morgen in verschiedenen Sprachen war zwecklos, niemand reagierte. Das Restaurant war in eine Eierbratwolke eingehüllt.
Wir nahmen Platz, um wie gewohnt auf unseren Kaffee zu warten, leider umsonst, da wir komplett ignoriert wurden und uns  ein bisschen, wie in der damaligen DDR vorkamen. Nach dem Motto: Das System läuft, nur der Gast stört!
Die Eierbratfrau nahm unsere Bestellung blicklos mit einem "mmmh" auf, um dann nach Fertigstellung wortlos mit dem Eierschieber auf unsere eiligst herbeigeschafften Teller zu warten. Das Büfett bestand aus diversen Joghurts und Müslisorten, 2 Sorten Wurst, Marmelade und 2 Sorten Käse (leider nur in geriebenem Zustand). Nach kurzer Suche fanden wir auch die Kaffeekanne, abseits vom Büfett. Aber ein Highlight gab es: Der erste lächelnde und grüßende Hotelangestellte räumte unseren Tisch ab, es war ein Trainee.
Und ich muss sagen: Immer wenn wir das Hotelgelände verließen, trafen wir auch wieder auf die gewohnte Herzlichkeit und Offenheit der Südafrikaner. 

Auch an diesem Tag buchten wir eine Zipping-Tour, diesmal durch den Urwald und wieder ging es am Stahlseil hängend von einem Wipfel zum anderen.

 Es war noch beeindruckender als am Vortag über dem Fluss. Der älteste Baum auf dem wir waren, ist 500 Jahre alt und ich glaube 30 m hoch. 

Die längste Strecke, die wir gerutscht sind, war 94 Meter lang. Mit von der Partie war ein älteres Pärchen aus Südafrika, von der Westküste, die uns viel über ihr Land und ihre Urlaube erzählt haben und uns jetzt per Mail Tipps für unseren nächsten Urlaub rund um den Krüger Nationalpark per Mail schicken wollen. 

Die Tour dauerte 2 Std. und es war angenehm, nur zu viert mit zwei Guides unterwegs zu sein.
Am Nachmittag fuhren wir direkt in den Nationalpark. Wieder musste vor unserer Einfahrt sehr viel Papierkram erledigt werden. Zuerst füllt man selber Listen mit seinen persönlichen Angaben aus, dann überträgt der Parkwächter diese Angaben auf seine Liste (alles handschriftlich), von der wir einen Durchschlag bekommen, nachdem wir Eintritt bezahlt haben. Nicht nur, dass ich mich frage, wie das im Sommer sein wird, wenn hunderte Touristen dort rein wollen, ich frage mich auch, warum in Südafrika nicht auf die auch dort vorhandenen Computer zurück gegriffen wird. Wir haben des Öfteren Südafrikaner danach gefragt, aber sie winkten nur ab, lächelten und meinten, hier sei es eben so.

Übrigens zahlen Ausländer im Tsitsikamma Nationalpark doppelt so viel Eintritt wie Südafrikaner. Die Idee finde ich gar nicht schlecht. 

Im Nationalpark gibt es wunderschöne, an der Felsküste gelegene Campingplätze, aber auch Bungalows, die man mieten kann. Da würden wir bei unserem nächsten Besuch auf jeden Fall wohnen wollen.

Wir suchten uns eine kurze Wanderung inklus. der Überquerung von drei sehr langen Hängebrücken aus und waren wieder beeindruckt: das Meer, die Berge, Quellen, eine Flussmündung zwischen hohen Felsen, Strände, Lianen, sogar ein Wal in der Ferne, viele Dassies- ein Traum! 












Erheiternd fanden wir eine Gruppe Chinesen (ein älteres und ein jüngeres Ehepaar), die an einem Aussichtspunkt eine Fotosession veranstalteten- gefühlte 2 Stunden lang. JC hat sich dann dazu bereit erklärt, ein Gruppenfoto von ihnen aufzunehmen. Sofort sortierten nochmal alle ihre Frisur, probierten mehrere Stellungen aus, welche auf dem Foto am besten wirken könnte und waren überhaupt sehr wuselig.

Zurück im Hotel, beim Kaffee auf der Terrasse, wunderte ich mich über das Wetter. Es war plötzlich extrem warm und gleichzeitig pfiff ein warmer, fast heißer Wind um die Häuser der Anlage, wogegen es nur zwei Kilometer entfernt im Nationalpark doch recht frisch gewesen war. Komisch.
Heute Abend essen wir im Restaurant des Hotels. Was hilft's.
Morgen geht's nach Plettenberg. Wir haben Port Elizabeth abgesagt und fahren stattdessen einen Tag eher nach Plett, weil uns die Strecke zu weit war für eine Stadt, die- so sagten uns alle und nicht zuletzt Jason- nichts zu bieten hat. Der Addo- Elefantenpark wäre nochmal ein Stück entfernt, das hätte sich für ein paar Stunden, die wir Zeit gehabt hätten, nicht gelohnt.

Bis bald...
Tatjana

Übrigens, i
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